Abschlussjahrgänge der Akademie des Klinikums Osnabrück waren zu Besuch im Bestattungshaus Schulte

Die beiden Abschlussjahrgänge der Akademie (Berufsschule), deren Schüler im Sommer in den examinierten Berufsalltag starten werden, wollten wissen wie es weitergeht wenn ein Mensch im Krankenhaus verstirbt. Pflegekräfte in einem Krankenhaus sind in den meisten Fällen die ersten Ansprechpartner vor Ort. Um so wichtiger, dass diese zumindest eine Vorstellung davon bekommen was die Angehörigen nun erwartet. Die circa 30 Schüler und Schülerinnen bekamen eine Führung durch alle Bereiche in unserem Bestattungshaus. Vor allem interessierten sich die Schüler für den Bestattungswagen, den Hygienebereich (das ist der Raum wo sonst Verstorbene versorgt und eingebettet werden) und die Trauerhalle. Des Weiteren fanden die Schüler die Kombination aus Bestattungshaus und Beerdigungscafé interessant und bewerteten es positiv, dass auch Bestatter sich nicht nur um Bestattungen kümmern sondern auch in anderen Bereichen wie Beerdigungskaffee oder Nachsorge aktiv werden.

Uns war es wichtig, dass die Schüler erfahren welche Entscheidungen die Hinterbliebenen treffen müssen und wie diese Einfluss auf die Trauerfeier oder die Beerdigung nehmen können. Es wurde u.a. erläutert, dass der Zeitpunkt für das Beratungsgespräch nicht immer so früh wie möglich stattfinden muss und das dementsprechend im Krankenhaus der Zeitdruck schon gemindert werden kann.

Wir haben ebenfalls in unserer Trauerhalle eine Beispieldekoration zu einer Urnentrauerfeier aufgebaut und Musik abgespielt um eine gewisse Stimmung zu erzeugen. Diese erzeugte natürlich keine persönlichen Gefühle aber zumindest einen Eindruck der den Schülern hilft die Möglichkeiten und Chancen einer individuellen Trauerfeier zu vermitteln. Denn wir glauben, dass bewusst hervorgerufene Emotionen die Trauer positiv unterstützen können.